Häufig gestellte Fragen

Welchen Energieausweis benötige ich?

Bei Neuvermietung und Verkauf ist auf Verlangen des Nutzers ein Energieausweis vorzulegen. Die Rahmenbedingungen für Energieausweise regelt die EnEV 2007:
Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten benötigen folgende Energieausweise:

  • Baujahr bis 1965: Bedarfsausweis ab 01.07.2008
  • Baujahr 1966 – 1977: Bedarfsausweis ab 01.01.2009
  • Baujahr ab 1978: Bedarfs- oder Verbrauchsausweis ab 01.01.2009

Absolute Wahlfreiheit: Verbrauchsausweis - Bedarfsausweis

Bis zum 30.09.2008 ist an Stelle des Bedarfsausweises auch ein Verbrauchsausweis ausreichend. Die Gültigkeit des Energieausweises beträgt 10 Jahre. Wohngebäude mit fünf oder mehr Wohneinheiten benötigen folgende Energieausweise:

  • Baujahr bis 1965: Bedarfs oder Verbrauchsausweis ab 01.07.2008
  • Baujahr ab 1966: Bedarfs oder Verbrauchsausweis ab 01.01.2009
  • Gültigkeit für 10 Jahre

Keinen Energieausweis benötigen Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen.
Für die Erstellung eines verbrauchsorientierten Energieausweises können nur die Energieverbräuche zugrundegelegt werden, die der Heizung und der Warmwasser- erwärmung über einen Zeitraum von 3 Jahren eindeutig zugeordnet werden können. Im Falle von nicht darstellbaren Heiz- oder Heizmischsystemen kann gemäß Energieeinsparverordung (EnEV 2007) kein Energieausweis ausgestellt werden. Die Erstellung eines Energieausweises ist dann der bedarfsgestützte bzw. bedarfsorienterte Energieausweis durchzuführen (ca. 15% der Fälle benötigen den wesentlich teureren Bedarfsausweis). Kunden, die im Zuge von Sanierung oder Modernisierung staatliche Fördermittel bzw. Förderprogramme, beispielsweise der KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau oder dem BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nutzen wollen, benötigen generell - auch heute schon - einen bedarfsorientierten Energieausweis. Hier reicht der verbrauchsorientierte Ausweis nicht aus.

Was ist ein verbrauchsorientierter Energieausweis?

Der verbrauchsabhängige Energieausweis berücksichtigt alle witterungs- und leerstandsbereinigten Verbrauchskennwerte und das Nutzerverhalten der vergangenen drei Jahre. Ein verbrauchsorientierter Energieausweis ist erforderlich:

  • bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohnungen aus der Zeit vor 1978, wenn nach Wärmeschutzverordnung (WSVO) 1978 oder später modernisiert wurde.
  • bei Wohngebäuden mit mehr als vier Wohnungen.
  • bei Nichtwohngebäuden/ Gewerbeimmobilien.

Was ist ein bedarfsorientierter Energieausweis?

Bei Neubauten und "Rundum"-Modernisierungen ist der Bedarfsausweis heute schon gesetzlich vorgeschrieben. Wenn der Kunde in absehbarer Zeit eine Sanierung oder energetische Modernisierung eines Gebäudes plant, ist der Bedarfsausweis die sinnvollere Variante.
Der Bedarfsausweis ist aussagekräftiger, aber auch kostenintensiver als der Verbrauchsausweis. Im Gegensatz zum Verbrauchsausweis bildet der Bedarfsausweis nicht die Verbrauchskennwerte eines Gebäudes ab, sondern berechnet dessen Bedarf auf der Grundlange eines der Nutzung entsprechenden Referenzverfahrens.
Der Bedarfsausweis informiert über den Primär- und End-Energiebedarf, über Energieverluste von Gebäudehülle und Anlagentechnik, erhebt und bewertet Daten zur CO2-Emmission und macht gemäß Energieeinsparverordung 2007 konkrete Modernisierungsvorschläge zur kostengünstigen Verbesserung der Energieeffizienz.

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